INSEKTENFORUM


[START] [««] Spinnseide in der Medizin



09.08.2010 22.27 | Jenny K. |
Siehste, jetzt versteh ich auch, was Du meinstAugenzwinkern
Danke fürs Verdeutschen. Hat aber glaub ich nichts mit Allgemeinwissen zu tun, sondern eher am mangelnden Interesse an solchen Laborversuchen (oder eben an der Physik allgemein).

Nicht böse gemeint. Du hast halt juahrelang damit zu tun, oder auch gearbeitet. Ich vermute mal, dass ich nicht die Einzige war, die das nicht verstanden hat. (Zudem bin ich auch noch Blond, zwei Faktoren die herrlich zusammenpassen, gell?)

Grüße in den Süden,
Jenny

09.08.2010 22.20 | Lothar Gutjahr |
Oh sorry Jenny,

da fällt mir auf, dass ich zu viel an Allgemeinwissen vorausgestzt habe. Die Fangfäden bei den Netzspinnen sind nicht gleichmäßig beleimt, sondern haben diese feinen Tröpfchen in gleichbleibender Reihenfolge. 1962 war ich schon am Überlegen, wie diese Tröpfchen von der Spinne erzeugt werden. Das Experiment mit einer ölbeschmierten Violinseite, welche wenn angezupft, in den Wellenbäuchen und Tälern dann solche Tröpfchen zustande brachte genügte damals als Erklärung.

Mit anderen Worten, man hat sich gesagt, die Spinne beleimt das im "Vorbeilaufen" und zupft beim weitergehen an dem Produzierten Segment.

Nun nachdem ich gesehen habe, dass solche Tröpfchen unvermeidbar sind, wenn entsprechend kleine Austrittsöffnungen zusammen mit der Oberflächenspannung der Flüssigkeit auf entsprechend hydrophobes Material treffen, hat das natürlich sofort klick gemacht und schon hat man eine neue These.

Ist mir auch klar, dass ohne das ältere Basiswissen kein Aha-Effekt entsteht mit meiner neuen Hypothese.

Gruß in den Norden

Lothar

09.08.2010 14.57 | Jenny K. |
Sorry Lothar, aber die meisten hier haben numal nicht die Interessen die Du verfolgst, und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, was Deine Tröpfchen mit Spinnenseide zu tun haben. Könnte auch daran liegen dass mich Physik, und alles was damit zu tun hat, nie interessiert hat. In der Schule schon nicht, war mein schlechtestes Fach. Trocken und Öde. Chemie war da schon ne ganz andere Nummer Zunge raus

Lieber Gruß
Jenny

09.08.2010 07.20 | Lothar Gutjahr |
Eigentlich schade, dass man hiermit niemand hinter dem Ofen vorlocken kann.

02.08.2010 12.47 | Lothar Gutjahr | Spinnen haben es doch leichter ?
Hallo,

hier jetzt mal eine kleine Spielerei zu der angekündigten Thematik.

[IMG]bilder/1280743657_aug_2_2010tropfen.jpg[/IMG]

Das Glasröhrchen endet in einer etwa 0,05 mm Kapilare und wird von mir über die Oberfläche einer CD-Kasette gezogen. In Abhängigkeit der Geschwindigkeit entsteht eine unterschiedliche Tröpfchengröße als Kette.

Je langsamer, um so größer sind die Tröpfchen. Im folgenden Bild sind unten 5 Einzeltropfen gezeigt und darüber drei Reihen Tröofchen, welche mit verschiedenen Geschwindigkeiten gezogen wurden.

[IMG]bilder/1280743964_aug_2_2010_demand.jpg[/IMG]

Die 5 Einzeltropfchen sind auf Abruf entstanden und entsprechen 6 µLiter
Von der Optik her sind die kleinen in der dritten Reihe etwa doppelt bis drei mal leichter behalten aber erstaunlicher Weise nahezu den selben Abstand untereinander ein. Ein noch langsameres Auftragen führt dazu, dass die Tröpfchen ineinander übergehen.

Bis vor Kurzem bin ich noch an der alten Theorie geklebt, dass die Spinne die Fangfäden gleichmäßig bestreicht und nach jedem Segment daran zupft um die Tröpfchenbildung zu bewerkstelligen.

Das obige Experiment zeigt aber auf, dass so eine Tröpfchenbildung das Ergebnis aus Oberflächenbeschaffenheit und der Oberflächenspannung der Flüssigkeit zustandekommen kann, ja sogar unvermeidbar ist. Das Zupfen wie an einer Saite mag dann nur noch die Bildung von Leimkügelchen verstärken.
Bedenkt man dabei noch, dass dieses Stück Spinnenseide, wenn mit Leim bestrichen stark bedämpft ist, also eine schöne Schwingung eher unterbunden wird, so spricht doch einiges für meine Hypothese.

Was meint ihr ?

Kennt jemand ein Echtzeitvideo des Verlegens von Fangfäden ?

Gruß Lothar

01.08.2010 17.43 | jamal |
Hi
In Wirklichkeit verkloppen die es als Chirurgenfaden für die Milliardäre nähen großes Grinsen

01.08.2010 09.58 | Lothar Gutjahr |
Danke Harry für die Info.

ich werde in Kürze auch einen kleinen Beitrag beisteuern zur Beschichtung der Fangfäden. Muß eigentlich nur mal den Fotoapparat mit zur Spielwiese nehmen und zwei drei Fotos machen.

Ich habe für eine Spezialpipette "Drop on Demand nach Gutjahr" aus Glasröhrchen kleine Düsen gezogen um präzise kleine einzelne Tropfen um 5 µLiter abgeben zu können. Dabei entstand zufällig eine Hypothese zu dem besagten Thema.

Scheene Sundig an See numm

Lothar

01.08.2010 07.14 | derHarry |
Morgäääähn

Also:
Anscheinend bin ich einer von ganz wenigen die in Deutschland Nephila im grösseren Stil ziehen.Kurz nach den Hannoveranern mailten mir die Uni Bayreuth und die Uni Leipzig ebenfalls wegen Tieren.Was die Leipziger damit anstellen weiss ich nicht,die Bayreuther forschen an der grundsätzlichen Frage wie Spinnen es anstellen zu weben.
Das lustigste waren etliche Mails und Telefonate mit der Produktionsfirma der Sendung "Kopfball" die fragten ob ich genug Tiere bzw Seide liefern könnte
um daraus einen 1 mm dicken Faden drillen zu können.
Die wollten dann einen Beitrag drehen in dem sie mit diesem Faden einen Moderatoren hochziehen.
Leider bräuchte man für einen 20cm langen und 1 mm dicken Faden ca 10 Kilometer Spinnseide und das geben meine alle zusammen nicht her.
Die einzigen die diese Mengen ernten könnten wären die Hannoveraner die aber ablehnten weil wohl grade ein Grossversuch lief.

Mal sehen was noch kommt

Grüsse vom Bodensee

derHarry

31.07.2010 18.17 | Lothar Gutjahr |
Hallo Harry,

hier ist mal wieder ein Zwischenbericht fällig ! Oder willst du uns alle dumm sterben lassen ?

Gruß an See numm

Lothar

13.12.2009 12.03 | Lothar Gutjahr |
Ich habe damals den Faden mit einem angespitzten Streichholz an den Spinndrüsen abgeholt und dann auf die Haspel übertragen das ging recht gut.
Die Argiope kann eigentlich auch nicht anders, wenn man das so macht, oder?
Aber schlaf dich erst mal aus. [um halver siweni heim kumme, boah]

Gruß Lothar

12.12.2009 06.54 | derHarry |
Morgen Lothar

Nicht ich wickle sonder die von der Medizinischen Hochschule Hannover.
Wenns nur um die schiere Menge ginge würd ich ne Argiope melken,unglaublich was die an Fäden produzieren.Aber immer gane Bündel,keine schönen Einzelfäden wie Nephila.

Grüsse vom Bodensee

derHarry

11.12.2009 21.01 | Lothar Gutjahr |
Hallo Harry,

wie dicht wickelst du die auf welchen Durchmesser ? Ich habe 1962 eine kleine Haspel mit Handkurbel gebastelt und damit die Fäden von T.domestica aufgewickelt. Allerdings nur etwa 3 cm Kantenlänge. Aber ab einer gewissen Wickeldichte hat das in allen Regenbogenfarben geschillert und war sehr stabil.

Schöne Heimarbeit hast du da. Ich habe meine damals auf den Rücken gelegt und die Beine mit über Kreuz in das darunter befindliche Balsaholz gesteckten Stecknadeln fixiert. Wenn die irgendwie mit einem Bein dazu kommt ist der Faden ab.

Wickelst du Einzelfäden auf und fixierst den Anfang ? Nur so dürfte das Sinn machen.

Letzte Frage: kann ich dir meinen Tennisschläger zum bespannen schicken? {Marktlücke}

Gruß Lothar

11.12.2009 19.48 | derHarry |
[QUOTE] Nicht deine ... Die haben eigene ....[/QUOTE]

Montag geht en Paket raus,ätsch...Dann haben sie meine.... großes Grinsen

Grüsse vom Bodensee

derHarry

11.12.2009 13.44 | Gastrodora |
Grins

Nicht deine ...
Die haben eigene ....

Kam kürzlich ein Bericht im TV ...
Hochinteressant ,auch die Gewinnung der Spinnenseide ...


LG nobbe

11.12.2009 13.42 | derHarry | Spinnseide in der Medizin
Guckt mal hier:

[URL]http://www.welt.de/wissenschaft/article1010932/Spinnenseide_kann_im_Menschen_helfen.html[/URL]

Und nun ratet mal wessen Spinnen demnächst diesen Job erledigen *protz*

großes Grinsen

Grüsse vom Bodensee

derHarry

     [Original Thread]



Powered by Burning Board 2.1.2 - mod. by Camponotus © 2001-2003 WoltLab GmbH