20.08.2008 20.19 | Tom145 |
Hallo Klaas...
Ich meinte das bezüglich der Wanzen.
Da gibts fast niemanden.
lg
Thomas
20.08.2008 20.07 | Klaas Reißmann |
Das täuscht. Es gibt eine menge Leute die innerhalb ihrer Lieblingsbereiche sogar recht viel in der Weltgeschichte rumfahren und zum Teil nur für eine Art oder eine Hand voll Arten Strecken von 1.000 km und mehr auf sich nehmen.
Man darf die "bekloppte" Klientel, zu der ich mich auch rechne, nicht unterschätzen.
Viele Grüße
Klaas
20.08.2008 16.59 | Tom145 |
Hallo Klaas,
Dass Insektenbücher nie vollständig sind und meist nur einen Auschnitt der vorhandenen Arten zeigt ist mir ganz klar.
Oftmals helfen sie zur groben Orientierung beim Bestimmen.
Je mehr ich mich damit beschäftige desto mehr wird mir bewusst, dass eine genaue Bestimmung oft sehr schwierig bzw für den Laien gar nicht möglich ist.
Darum finde ich hier den Link mit den Kartografierten Funden aus Slovenien recht passend. Obwohl mir vorkommt, dass dort auch einiges fehlt.
Gerade bei der Art fehlt ja jeder Bestimmungsschlüssel im Net als auch in Büchern. Und wer eignet sich schon das Wissen selbst an in dem er in halb Europa jeden zweiten Busch geschüttelt hat? Die kann man sich neben Ringo wahrscheinlich an einer Hand abzählen. ;-)
lg
Thomas
20.08.2008 14.39 | die3lustigen2 |
da kommt dir wohl die mir fehlende erfahrung zu gute...!
zugegebenermaßen ist mein haupthilfsmittel auch jeweils eine blattsammlung.... (erwischt)
jedoch bei den spinnen bin ich über einige bücher recht froh, wenn auch die genaue bestimmung dann doch mittels schlüssel (wieder blattsammlung) erfolgt....
Grüße
20.08.2008 13.56 | Klaas Reißmann |
Ich weiß bei den Spinnen und den anderen von Dir genannten Ordnungen nicht, wie die Literatur da aussieht. Bei den Käfern ist es meist so, dass man, will man wirklich alles bestimmen können, eine lose Blattsammlung hat, weil man zig Einzelberichte verwenden muss.
Wirklich gut in Büchern zusammengefaßt sind nur wenige Gruppen, so z.B. die Cerambycidae, die Carabidae und die Buprestidae, also die absolut beliebtesten Gruppen. Dabei muss man aber beachten, dass zumindest bei den Cerambycidae und den Carabidae auch nicht alles vollständig ist und einzelne Gattungen nicht bearbeitet wurden, weil dem absoluten Spezialisten überlassen.
Also auch hier Vorsicht walten lassen. All zu oft täuschen Bücher und Hefte eine Vollständigkeit vor, die nicht vorliegt.
Viele Grüße
Klaas
20.08.2008 11.59 | die3lustigen2 |
ok, so kritisch wie sich meine aussage liest sollte sie garnicht klingen! natürlich hast du recht - an die käfer habe ich jetzt garnicht so stark gedacht denn von den freunden hab ich zu weing ahnung - mein steckenpferd sind mantiden chilopoden und spinnentiere - aber auch da stimme ich mit dir überein - ich meinte nur das es durchaus gute bücher gibt die einen großen bereich auch dieser "randgruppen" (im wahrsten sinne des wortes) abdecken....
naja, trotzdem nochmal vielen dank für die erklärungen - deine beispiele sprechen bände.... *g*
beste Grüße
20.08.2008 11.50 | Klaas Reißmann |
Doch, die Unterschiede sind erheblich und führen sehr oft zu Verwechselungen. Da findest du einen Tropinota und machst 'nen hirta draus und mußt feststellen, dass es squalida ist (den du bis dahin gar nicht kanntest).
Du findest einen Chalcophora und gehst von zwei Arten in Europa aus, mußt aber feststellen, dass es mehr als nur zwei gibt und Du nicht in der Lage bist über C. mariana und C. massiliensis drüber hinaus zu unterscheiden und Probleme bekommst.
Die Liste kann in so ziemlich sämtlichen Käfergattungen weiter geführt werden. Es kommen zig Gattungen, in ganz besonderem Maße bei den Tenebrionidae, hinzu, die es in ME überhaupt nicht gibt und von denen so manche sogar zur Verwechselung mit mitteleuropäischen Gattungen verführt. Asida ist ein sehr nettes Beispiel dafür, dass es in deutschland und ME nur eine Art gibt, am Mittelmeer deren aber diverse, die sich nur an kleinsten Börstchen etc. unterscheiden.
Und ich sehe keinen Grund, weshalb das in anderen Ordnungen anders sein sollte. Bei den Mantodeen gibt es Mantis religiosa, die einzige Art in ME, in Kroatien gibt es aber gleich ein paar weitere (nicht nur ein oder zwei).
Die Unterschiede sind gewaltig und ich denke, dass knapp die Hälfte der Arten identisch sind. Das ist eine Schätzung, die überprüft nach unten oder nach oben ggfs. auch deutlich abweichen kann. aber selbst wenn nur 30% andere Arten vertreten sind, ist der Unterschied enorm.
Wo ich Dir aber Recht gebe ist, dass erst die Unterschiede die Würze des Lebens machen.
Viele Grüße
Klaas
20.08.2008 10.32 | die3lustigen2 |
klar gibts unterschiede - aber soooo gewaltig sind die ja auch nicht und ausserdem ist genau der unterschied doch das tolle oder?? hehe
20.08.2008 09.46 | Klaas Reißmann |
[QUOTE]ich denke auch das kroatien und mitteleuropa schon, zumindest von der fauna her auch mal differieren können [/QUOTE]
"Mal" ist gut. Man hat in vielen Bereichen kaum noch eine Chance mit der mitteleuropäischen Literatur eine Art zu bestimmen. Die Unterschiede sind gewaltig.
Viele Grüße
Klaas
20.08.2008 08.22 | die3lustigen2 |
ach ja, und thomas,
danke für den weiteren link und die infos - ich denke auch das kroatien und mitteleuropa schon, zumindest von der fauna her auch mal differieren können - die kleinen schätzchen halten sich irgendwie nich immer so richtig an die grenzen...
was mich da eher verwundert das der fundort auf einer insel war (cres) und sie ja somit irgendwie zivilisatorisch da rüber geschwappt sein sollte oder?
Grüße
20.08.2008 08.19 | die3lustigen2 |
Moin, Heggo
wieder mal eine andere meinung - aber wie ja schon angekündigt wohl eine erfahrene....
danke dafür!
die Größenangaben in dem Gesamtfoto sind 100% verlässlich die in Detailaunahmen nur geschätzt.
h kann gern noch ein paar bilder vom Thorax oder vom "fügelansatz" machen wenn das der weiteren bestimmung dienlich ist...
Und ich denke in meinen liebevollen Händen ist die kleine ganz gut aufgehoben.... *g*
19.08.2008 21.50 | Tom145 |
...das habe ich noch im Net gefunden:
[URL]http://www2.pms-lj.si/heteroptera/cimicomorpha.htm[/URL]
auch interessant.
lg
Thomas
19.08.2008 21.44 | Tom145 |
Hallo Ringo,
Er hat eh geschrieben Kroatien. Kroatien ist ja höchstens am Rande Mitteleuropas. -> Fundort rulez oder? ;-)
In Slovenien kommt P. Domestica vor.
Ebenso wie zb M. caspicus und M. linearis.
kein Thread ohne: (edit)!
Ich habe auch schon in der Südsteiermark ähnliches gesehen.
Das auch gar nicht selten. Nachts sitzen die oft auf unserer weissen Hauswand, wenn ich mir der Taschenlampe Insekten suche.
Bisher habe ich sie aber kaum beachtet.
Falls ich mal wieder welche finde kann ich sie ja für Dich einschnapsen.
lg
Thomas
19.08.2008 20.08 | Heggo |
Hallo,
[QUOTE]Ploiaria domestica[/QUOTE]
Die Gattung kommt nicht in Mitteleuropa vor.
Empicoris gehört seit jeher zu den Raubwänzchen, so auch heute.
Auf den Bildern: mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Metapterus (wie hier schon mal angesprochen eine Art mit stark verkürzten, oft sogar 'ganz mit ohne' Flügeln).
Wie verlässlich sind denn die Größenangaben in den angehängten Fotos und kann das Tier u.U. in liebevolle Hände vermittelt werden?
VG.
19.08.2008 14.54 | die3lustigen2 |
hallo thomas,
dann bin ich ja froh das ich mir nicht umsonst vor etwas völlig banalen den kopf zerbrochen habe... hehe
welches buch ist das wenn ich fragen darf?
ausserdem bin ich jetzt auch auf einen kommentar von "Heggo" gepannt und werde ausserdem nochmal einen Prof von mir, welcher experte für kroatische fauna ist, befragen....
danke nochmal und bis dann
Jens