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07.05.2008 07.48 | Klaas Reißmann |
[QUOTE]Bei der Sache mit dem Schmerzempfinden kann ich dich beruhigen, denn es wird vermutet, dass Insekten keinen echten Schmerz verspüren können. Nicht umsonst gibt es genug Arten, die mal eben ihre Gliedmaßen abwerfen können, ohne dass man ihnen besonderes Leiden anmerkt.[/QUOTE]

Ich glaube, dass Du auch schmerzbefreit bist. Anders kann ich mir diese Aussage nicht erklären. Ich verspreche Dir, wenn Du einen Unfall hast und ein Bein dabei verlierst, weil es abreist, wirst Du auch erstmal keine Schmerzen haben. Spricht dafür, dass Menschen kein echtes Schmerzempfinden habe.

Maaaan, Johannes, wo schnappst Du eigentlich immer solchen Schwachsinn auf??? Insekten haben Nervenendungen. Nervenendungen sind unter anderem und je nach Gestaltung, auch zur Übermittlung von Schmerz gedacht. Schmerz ist bei Lebewesen ein Schutzmechanismus, also geh mal davon aus, dass auch Insekten Schmerzen verspüren wie Du und ich.

Viele Grüße
Klaas

06.05.2008 23.23 | JuanLeTwnz |
Kann ich verstehen, niemand sieht gern andere leiden, erst recht keine schönen, großen Nachtfalter.
Auf jeden Fall ein interessanter Fund (wenn er denn in besserem Zustand wäre), hier in Mitteldeutschland würde ich wohl nie auf so etwas treffen, da bleibt mir nur die Zucht Augenzwinkern

Bei der Sache mit dem Schmerzempfinden kann ich dich beruhigen, denn es wird vermutet, dass Insekten keinen echten Schmerz verspüren können. Nicht umsonst gibt es genug Arten, die mal eben ihre Gliedmaßen abwerfen können, ohne dass man ihnen besonderes Leiden anmerkt.

Grüße
Johannes

06.05.2008 23.01 | Baniolair |
Danke für die rasche Antwort!

Bin, wie oben beschrieben, aus Wien - Österreich. Also noch weiter südlich. ^^
Bin dir ausgesprochen dankbar für deinen schnellen Hinweis. Ich glaube das werde ich machen. Ich krieg sonst echt Alpträume von doch noch aufwachenden, herumtaumelnden und hilflos gegen die Scheibe fliegenden Riesenfaltern.

Ich bin beileibe keine Insektenexpertin, habe nur oft davon gehört, dass Insekten anders Schmerz empfinen als wir. Nur egal ob es weniger oder gleich hohes Schmerzempfinden ist, behagt mir bei dem Gedanken nicht, dass es vielleicht noch stundenlang oder länger lebt und still vor sich hin leidet.

06.05.2008 22.54 | JuanLeTwnz |
Hallo,
Spannweite und aussehen passen perfekt zu Saturnia pyri.
Ich gehe davon aus, dass du eher in südlichen Gefilden Deutschlands lebst/bzw. noch weiter südlich?

Wenn du es möglichst schnell und human erlösen möchtest, lege es für eine Weile in die Tiefkühltruhe, das sollte die Sache erledigen.

Grüße
Johannes

06.05.2008 22.37 | Baniolair | halbtotes (!) Großes Nachtpfauenauge
Dieses vermutlich [I]Große Nachtpfauenauge[/I] oder auch [I]Wiener Nachtpfauenauge[/I] habe ich heute am Nachmittag bei mir unten im Hof, auf dem Rücken liegend gefunden. Wenn das der Fall ist, ist es eine in Österreich streng geschützte Art. Ich wohne, nebenbei bemerkt in Wien, vierter Bezirk, also mitten in der Stadt. Es hat sich nicht mehr bewegt, die Flügel sind zerfleddert, ich habe es in einen Karton getan. Soweit so gut. Da es ein sehr massives Insekt ist habe ich vor es zum Institut für Biologie zu bringen, damit es jemand adäquat präparieren kann. Es würde sonst aller Wahrscheinlichkeit nach zu faulen beginnen. So kann es wenigstens für Forschungszwecke, also für die StudentInnen, verwendet werden. Bzw. behalten würde ich es mir ja schon auch gerne... Trotz des Zustands ist es immer noch ein wunderschönes Tier und lebend, in freier Wildbahn, habe ich noch nie eines gesehen. Ich würde es morgen oder übermorgen hinbringen, bis dahin sollte es noch nicht zu faulen beginnen. Oder doch? Vielleicht in den Kühlschrank legen?

Die Sache ist nur die: [B]Es atmet noch![/B] Ich habe es jetzt gerade erst lange genug betrachtet um festzustellen, das sich der Hinterleib in längeren Abständen hebt und zusammenzieht. Das hat mich "etwas" erschreckt. Sonst bewegt es sich nicht mehr, ich habe es jetzt aber auch nicht gestupst und habe auch das Fotografieren auf ein Minimum beschränkt. Ich gehe sehr davon aus, dass es bald sterben wird. Anfang Mai wird es ja nicht Winterschlaf oder etwas in der Art halten. Vor allem nicht auf dem Rücken liegend auf Beton mit kaputten Flügeln... Meine Frage ist jetzt wie lange der Todeskapf dauern kann? Das Tier tut mir leid aber ich [B]kann[/B] es nicht vollends töten... Es liegt jetzt bei mir in der Küche, im Dunkeln und ich wünsche ihm ein rasches, schmerzloses Dahinscheiden. Eine Wunderheilung wird es wohl leider nicht geben...

[PIC]1210106084_Nachtpfauenauge.jpg[/PIC]
Flügelspannweite 13cm. Ohne den nicht vorgandenen Enden versteht sich.

Danke für eventuelle Ratschläge und/oder eine verlässliche Bestimmung!

edit: Ich habe gerade noch weiter im Internet gesucht und gelesen, dass das Große Nachtpfauenauge sich nur im Mai fortpflanzt. Es würde also sowieso nicht viel länger leben. Die Frage ist nur, ob es sich vorher fortpflanzen konnte oder ob es schon zuvor, von künstlicher Beleuchtung irritiert, gegen eine Wand geflogen ist.

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